Matratzen sind längst nicht die einzigen umweltschädlichen Abfälle aus unseren Haushalten. Der Erlass L541 10/06 vom 8. Januar 2012 führt die erweiterte Herstellerverantwortung für Abfälle von Möbelkomponenten (REP) ein:
"Jede natürliche oder juristische Person, die Möbel herstellt, importiert oder auf den Markt bringt, übernimmt die Verantwortung für die Sammlung und Behandlung der Abfälle dieser Produkte am Ende ihrer Lebensdauer, entweder durch individuelle Initiativen oder durch die Finanzierung zugelassener Öko-Organisationen, die deren Verwaltung übernehmen."
Konkret bedeutet dies, dass der sogenannte Ökobeitrag, der beim Kauf einer Matratze angezeigt wird, die Kosten für die Sammlung und das Recycling gebrauchter Matratzen finanziert. Die Matratzen werden zu einem speziellen Sortierzentrum transportiert. Um die beste Matratze für Ihre Bedürfnisse zu finden, konsultieren Sie unseren Matratzenvergleich.
Wie recycelt man seine alte Matratze?
Eco-Mobilier ist die Organisation, die die Sammlung, Sortierung, das Recycling und die Verwertung von Haushaltsabfällen aus der Möbelindustrie verwaltet. Die Öko-Organisation verfügt über fast 5000 Sammelstellen in Geschäften und Wertstoffhöfen, die eine selektive Sammlung anbieten und über spezielle Container verfügen. Sie können sich also über die nächstgelegene Sammelstelle informieren und Ihre Matratze zum Wertstoffhof oder zur nächstgelegenen Sammelstelle bringen.
Zugegeben, Sammelstellen sind praktisch für Batterien und Glühbirnen... aber eine Matratze ist schon komplizierter! Zögern Sie nicht, sich bei Ihrer Gemeinde zu erkundigen: Einige Städte organisieren die Abholung von Sperrmüll zu Hause. Sie können sich auch beim Kauf Ihrer neuen Matratze erkundigen: Einige Fachhändler übernehmen die Entsorgung Ihrer alten Matratze und transportieren sie zum Sortierzentrum.
Recycling von alten Matratzen: Wie funktioniert das?
Die gesammelten Matratzen werden zu einem auf Matratzen und Lattenroste spezialisierten Sortierzentrum transportiert. In Frankreich ist Recyc-Matelas Europe der Hauptakteur. Dort wird jede Matratze demontiert, um 95 % der Materialien wiederzuverwenden.
Die Matratzen werden zunächst sortiert, um Schaumstoff-, Federkern- und Latexmodelle zu trennen. Anschließend werden sie manuell demontiert, um Rückstände (Heftklammern, Griffe usw.) zu entfernen, und dann maschinell weiterverarbeitet.
Die verschiedenen wiedergewonnenen Textilien werden ihrerseits sortiert, gefaltet und komprimiert, um in Containern zu den Verwertungsbetrieben transportiert und dort weiterverarbeitet zu werden: Zu den häufig aus alten Matratzen gewonnenen Produkten gehören Kopfstützen oder Armlehnen von Autos, Isoliermaterialien (thermisch und akustisch) und absorbierende Tücher.
-> Metall : Eisen- und Stahlindustrie
-> Polyester und Schaumstoff : Beschichtungen, Automobilindustrie
->Textilien (Polyester, Filz, Baumwolle) : Isolierung, Automobilindustrie
-> Holz : Holzplatten, Biomasse-Energie
Chemisches Recycling: Eine kleine Revolution
Einige spezialisierte Unternehmen recyceln sehr spezifische Rohstoffe: Das ist der Fall bei Orion Chemicals Orgaform (OCO). Dieses Unternehmen mit Sitz im Loiret konzentriert sich ausschließlich auf Schaumstoffmatratzen, die 30.000 Tonnen Abfall pro Jahr ausmachen. Es hat ein chemisches Verfahren entwickelt, um den Polyurethanschaum von Matratzen zu recyceln und wiederzuverwenden. Um die Vor- und Nachteile von Memory-Schaum-Matratzen (viscoschaummatratzen) zu verstehen, kann Ihnen unser detaillierter Leitfaden helfen.
Tatsächlich ermöglicht der mechanisch recycelte Schaumstoff die Herstellung neuer Produkte, die am Ende ihrer Lebensdauer jedoch im Müll landen. Das chemische Recycling hingegen ermöglicht die nahezu unendliche Wiederverwendung des aus Matratzen gewonnenen Schaums! Er kann zur Herstellung neuer Matratzen, Polsterungen für Stühle und Sofas oder in der Automobilindustrie verwendet werden.